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Die Filmwerkstatt war wie auch im letzten Jahr mal wieder zusammen unterwegs. Diesmal ging es allerdings etwas weiter als nur ins Elsass, nämlich nach Kroatien wo wir fast eine Woche gemeinsam verbrachten.
Nach langem Vorplanen und Organisieren ging es am Montag, 31.10.2011, dann auch endlich los – um 6:00 Uhr morgens in zwei Kleinbussen voll mit Gepäck, Kameras, Stativen und uns.

Schon am Freitag davor hatten wir mit dem packen und planen begonnen. Dabei teilten wir uns in zwei unterschiedliche Teams auf: Eins, das einen Film zum Thema „Unterwegs“ drehen würde und ein anderes, das über dieses Team eine Reportage anfertigen sollte.
So hatte das Reportageteam, also Artur, Julian, Debora und Carolin, auf der ca. fünfzehnstündigen Fahrt durch Deutschland, Österreich, Slowenien und schließlich Kroatien eigentlich immer etwas zu tun. Das andere Team, bestehend aus Siri, Laura, Adina und Manuel, entwickelte erste Ideen und ließ sich dabei filmen.

Trotzdem waren alle froh, als wir endlich in Pleternica ankamen. Dort erwartete uns bereits die gastfreundliche Familie von Vlado und Adina in deren Haus wir für die nächsten Tage wohnen durften.
Am nächsten Tag begannen wir auch gleich schon mit einigen Teambildungsspielen, die Vlado und Holger sich für uns ausgedacht hatte. Besonders das Spiel, bei dem jeder ein Ei bekam, was man immer bei sich tragen und worauf man aufpassen musste, brachte uns zum Nachdenken. Parallel dazu verfasste das Filmteam bereits vormittags ein komplettes Drehbuch und das Reportageteam lernte von Holger noch einiges über die Kameraarbeit dazu.

Nachmittags besichtigten wir zusammen die Stadt von Pleternica und andere mögliche Drehorte. Dabei machten wir auch erste Bekanntschaften mit einigen Kroaten, mit denen wir uns durch Adinas Hilfe versuchten zu unterhalten. Abends spielten wir wie fast jeden Tag zusammen.
An den darauf folgenden Tagen wurde mehr oder weniger gut organisiert und gelegentlich auch etwas übermotiviert gedreht und dokumentiert. Hierbei kam uns besonders der alte Bauernhof von Marija, einer netten Verwandten von Vlado und Adina, sehr gelegen. Sie bediente uns mit Kaffee und Kuchen während wir in ihrem Hof drehten.

Auch abends als es dunkel war hatten wir noch zu tun, da es im Film auch Nachtszenen geben sollte. An einem Abend besuchten uns aber auch ein paar kroatische Freunde von Adina.
Am Freitag, unserem letzten Tag in Kroatien, stand eine Szene mit einigen kroatischen Statisten, die vor der Schule entlanglaufen sollten, auf dem Plan. Eigentlich lief auch alles wie gedacht, nur hatten wir nicht damit gerechnet fast hundert interessierte Zuschauer zu haben. Sie verschwanden allerdings als es zum Unterricht klingelte mindestens genauso schnell wieder, wie sie gekommen waren. Als auch diese letzte Szene erfolgreich abgedreht war, waren die Dreharbeiten dann auch schon beendet und die Filmgruppe konnte sich nun dem Schnitt widmen.

Danach, also am Samstag, ging es leider auch schon wieder nach Hause. Vorher verabschiedeten wir uns noch bei allen, wobei wir ein Schlachtfest bei Marija miterleben durften, und machten uns dann auf den Weg. Nachmittags feierten wir noch an einer Raststätte Julians Geburtstag mit einem selbstgebackenen Kuchen. Schließlich war unsere gemeinsame Zeit um kurz vor Mitternacht am Graubau auch schon wieder vorbei.
Auf jeden Fall hat sich die Reise gelohnt, wir hatten zusammen viel Spaß und haben bestimmt auch einiges dazugelernt. Ich glaube ich spreche für alle wenn ich sage, dass wir das auf jeden Fall wiederholen müssen!
Carolin Reschke |